Bontrebo: Digitale Interaktion für soziale Dienste

Der Bereich Soziales der Stadt Schaffhausen testet eine Applikation, welche für Klientinnen und Klienten einen digitalen, zeitgemässen Kommunikationskanal schafft.

Bis anhin erfolgte die Kommunikation zwischen dem Sozialdienst der Stadt Schaffhausen und dessen Klientinnen und Klienten hauptsächlich über Telefon, E-Mail und Briefpost. Dies hat verschiedene Nachteile. Einerseits führt die Vielfalt an Kommunikationswegen zu einer unübersichtlichen Situation für die Klientinnen und Klienten, eine zentrale Ansicht mit allen Pendenzen und Aufgaben fehlt. Andererseits kommt es beim Dokumentenaustausch immer wieder zu Verzögerungen, da Dokumente aufgrund fehlenden Zugangs zu Infrastruktur (z.B. Scanner-Gerät) seitens der Klientinnen und Klienten oft nicht in genügender Qualität übermittelt werden.

Die von einem Schweizer Unternehmen entwickelte Applikation Bontrebo zielt darauf ab diese Schwierigkeiten zu mindern und gleichzeitig einen modernen Kommunikationskanal über das Smartphone zu schaffen. Über die App können Dokumente und Nachrichten zwischen den Beteiligten über einen verschlüsselten Kanal ausgetauscht werden, und eine Übersetzungsfunktion in über 100 Sprachen soll sprachliche Barrieren überwinden. Zudem können Sozialarbeitende Aufgaben an die Klientinnen und Klienten übermitteln, um eine bessere Übersicht über offene Pendenzen zu gewährleisten. Seitens der Sozialdienste sorgt eine enge Einbindung der App in das Fallführungssystem für einen möglichst reibungslosen Arbeitsablauf.

Im Rahmen eines Pilotprojekts der Sozialarbeitenden mit 30 Klientinnen und Klienten wurde der Einsatz der Bontrebo App bei der Stadt Schaffhausen getestet. Interessierte Klientinnen und Klienten erhielten eine Einführung in die Funktionsweise der App, danach sollte die Kommunikation über die App stattfinden. Während der Testphase wurden neben statistischen Daten wie etwa der Anzahl Kontakte per E-Mail und per App auch fortlaufend die Meinungen und Einschätzungen der Klientinnen und Klienten sowie der Sozialarbeitenden erfasst. 

Nach Abschluss der Testphase zeigte sich, dass die Nachteile sowohl für die Klientinnen und Klienten wie auch für die Mitarbeitenden überwiegen, weshalb das Projekt nicht in den Betrieb überführt wird. 

Federführender Bereich:

Stadt Schaffhausen, Bereich Soziales

In Zusammenarbeit mit:

Smart City Schaffhausen

Ermöglicht durch Rahmenkredit Smart City:

Ja

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Projektphase

Initiierung

Planung

Umsetzung

Abschluss